Naumburger Tagblatt 03.12.2012

Auftrittsreigen im Advent
VON JANA KAINZ

NAUMBURG. Vom polnischen Weihnachts-lied über Volksweisen, klassischen Kompositi-onen bis hin zu zeitgenössischen Stücken reichte das Repertoire, mit dem die jüngeren und älteren Schüler der Naumburger Musikschule am Wochenende aufwarteten - und das auch gleich in drei Konzerten. Auftakt für den Auftrittsreigen war Freitagabend in der Gedenkstätte Anny Schäfer und Fritz Rentsch am Topfmarkt. Gemeinsam mit dem Kunstverein wurde aus dem Abend eine musikalische Lesung. Zwischen den Instrumentaldarbietungen der Musikschüler las Peter Schmidt aus "Der gestiefelte Kater" - jedoch nicht die grimmsche Version, sondern die von Janosch.
Die Weihnachtskonzert-Programme in der Musikschulaula stecken am Sonnabend
hingegen voller Musik, Gesang und Tanz. Erstmals sangen zwei noch recht junge Chöre. Mit der Uta-Grundschule haben die Musikschullehrer Claudia Schröder und Rudolf Hickl einen Chor aus der Taufe gehoben.
Mit "Sind die Lichter angezündet" ließen die Schüler hören, was sie seitdem gelernt haben. Sie waren aber nicht die jüngsten Sänger des Tages. Das erste Konzert eröffnete der Chor der Kindergartenkinder, den wiederum seit Kurzem Musikschullehrerin Manuela Raith im Bummi-Kindergarten leitet. Dabei hoffen die Lehrer, mit diesen jungen Sängern später einen Musikschulchor aufbauen zu können.
Während der beiden Konzerte boten die jüngeren und älteren Musikschüler mit ihrem Können einen beeindrucken Einblick in die
Arbeit, die in der Einrichtung geleistet wird. Groß war nicht nur die Bandbreite der Musikstücke, sondern auch die der Instrumente. So wurde auf Streich- und Zupfinstrumenten sowie auf Blas- und Tastinstrumenten musiziert. Die Darbietungen der Musikschüler ließen nur erahnen, wie viel Fleiß, Mühe und Durchhaltevermögen darin stecken. Wie weit man es bringen kann, wenn man am Ball bleibt, zeigten die jungen Frauen des Tanzensembles und die zwei in der Region bereits bekannten Gitarristen: Theresa Neumann und Richard May. Beide erhielten jetzt vom Land Sachsen-Anhalt ein Landesförderstipendium in Höhe von je 1.000 Euro - "als Anerkennung für ihre besonderen Leistungen", betonte Musikschulleiter Mathias Büttner.

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